Herzlich willkommen!

Die Vorgeschichte des Migrationspaktes beginnt im Jahre 2015, als eine bis dato nicht bekannte Woge ungeordneter Migration nach Deutschland die Gesellschaft erschütterte. Die Reaktionen reichten von offener Ablehnung, Angst vor Terror und Gewalt und bis zur aktiven Begrüßung der Einreisenden und der Hoffnung auf die Lösung aller demographischen Probleme, welche die Halbierung der Geburten auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik seit 1963 mit sich brachte und bringt. Kein Thema hat das deutsche Volk nach dem 2.Weltkrieg so gespalten und polarisiert wie die Ereignisse des Jahres 2015. Irgendwie scheint es seitdem nur noch Nazis (vor 2015 nur in geringer Anzahl, vornehmlich bei der NPD gesichtet) und Gutmenschen (neue Spezi, mag es gentrifiziert und trägt tapfer die Last seiner moralischen Überlegenheit) zu geben...

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Als im September 2015 seitens der Bundesregierung die Bestimmungen der Dublin-Verordnung ausgesetzt wurden, kamen wochenlang tausende Menschen täglich ohne jeglichen Aufenthaltstitel für den Schengenraum in die Bundesrepublik Deutschland. Ein Teil zog weiter nach Skandinavien, die meisten kamen, um zu bleiben. Motiviert wurde die faktische Grenzöffnung mit einer humanen Katastrophe.

Fast alle suchten Asyl, sehr viele hatten keine ID-Nachweise. Von den Erstantragstellern der Monate Januar bis September 2015 kamen knapp 40% aus der Balkanregion, circa 5,5% gaben an, aus dem Irak zu stammen, gut 24% aus Syrien.

Anzahl der Erstantragssteller

  Januar bis September 2015     303.443   in %
         1   Syrien       73.615             24,3  
         2   Albanien       45.125    
         3   Kosovo       34.723    
         4   Serbien       22.958    
         5   Irak       16.566               5,5  
         6   Afghanistan       16.360    
         7   Mazedonien       11.691    
         8   Eritrea          7.403    
         9   Bosnien-Herzegowina          6.055    
      10   Pakistan          5.290    
  Balkan     120.552             39,7  

Quelle: www.bmi.bund.de

Fast alle Asylanträge wurden abgelehnt, die meisten Syrier und Iraker wurden als Flüchtlinge anerkannt, ein Teil erhielt ein dem Asyl untergeordnete Schutz (subsidiär Schutzbedürftige oder Abschiebeverbot). Zu den Definitionen der verschiedenen Schutzformen klicken Sie sich bitte auf die BAF-Webseiten.

Insgesamt erhielten knapp 50% aller Asylsuchenden des Jahres 2015 einen Schutzstatus (Asyl, Flüchtling, subsidiärer Schutz, Abschiebeverbot).

Die meisten Asylsuchenden aus dem Nahen Osten waren junge Männer.

Das in Zukunft trotzdem von der Balkanroute gesprochen wurde, alle auf dieser Route als Flüchtlinge bezeichnet wurden und in den Bildbeiträgen überwiegend Kinder und junge Frauen abgelichtet wurden, mag den neutralen Beobachter verwundern. Beachtlich dabei ist das sowohl historisch als auch global gesehen die meisten Flüchtlinge Frauen und Kinder waren und sind, während die Männer entweder an den Kampfhandlungen teilnehmen oder versuchen, am Heimatort die Existenz zu retten (Wohnhaus, Hof, Gewerbe etc.). So sind beispielsweise im Südsudan - im Großen und Ganzen von der medialen Berichterstattung vergessen - zwei Millionen Frauen und Kinder auf der Flucht.

Es hat aber – zumindest nicht unter kritischen Geistern – nicht zu einem tiefen Vertrauen in die Migrationspolitik und der medialen Bewachung selbiger beigetragen.

Die ethnische Zusammensetzung der Antragsteller änderte sich später dahingehend, dass der Anteil der Syrer auf etwa 40% anwuchs (darunter allerdings auch viele, die möglicherweise nur vorgaben aus Syrien zu stammen, tatsächlich aber aus dem Maghreb kamen). Jedoch kamen viele aus Flüchtlingslagern oder anderen Zwischenstationen in Syrien, Jordanien und vor allem der Türkei. Diese Syrer wurden überwiegend als Flüchtlinge anerkannt, obwohl sie nicht direkt vor Kampfhandlungen flüchteten, sondern sich eher wegen der prekären Lage in der Fluchtsituation auf dem Weg nach Deutschland gemacht hatten. Eine nicht unerhebliche Anzahl kam aus den Teilen Syriens, die von Kampfhandlungen verschont geblieben waren. Diese Syrer bekamen vorrangig subsidiären Schutz. Die einzigen klassischen Flüchtlinge waren die aus dem Irak geretteten Yeziden.

Der relativ hohe Anteil junger Männer - etwas 50% aller Schutzsuchenden - schlug sich nun auch in der Kriminalstatistik wider. Da junge Männer überall und immer überproportional kriminell auffällig in Erscheinung treten, sind die Schutzsuchenden natürlich überproportional straffällig. Das betrifft vor allem schwere Straftaten in den Bereichen körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung sowie bei Eigentumsdelikten. Über den rein quantitativen Aspekt hinaus ist es evident, dass eine Sozialisierung in Krisengebieten, Verrohung während Krieg und anderen Krisensituationen und auch archaisch-religiös geprägte Milieus nicht gerade zwingend dazu führen, dass junge Männer weniger kriminell auffällig werden als Gleichaltrige mit anderen Voraussetzungen.